OHRENSTRAND MOBIL, Berlin, 2008
Design entry for a temporary pavillion for electroaccoustic music.
2nd Prize

Der Wettbewerb für einen temporären, mobilen Musikpavillion wurde von der Berliner Initiative für neue Musik „Ohrenstrand“, eine Kooperation zwischen Akademie der Künste, Das Ausland, das Kammerensemble Neue Musik Berlin, das Konzerthaus Berlin, das Kulturradio vom rbb, die Singuhr-Hoergalerie, die Technische Universität und die Zeitgenössische Oper Berlin ausgeschrieben. Damals noch unter dem Namen DIVANY, erlangten wir den zweiten Platz und konnten das Projekt „Raumadapter“, bestehend aus mobilen Akustik Elementen aus altem Verpackungsmaterial, leider nicht realisieren.

Hört Engelstrompeten und Teufelsposaunen, ihr seid eingeladen!
… Und es klang … Und, oh meine Schwestern, für einen Augenblick wars, als sei ein großer, bunter
Vogel vom Himmel gerauscht! Und ich spürte, wie sich all meine Body-Härchen aufrichteten, und ein Schauer kroch langsam an mir rauf und runter, als wärs eine Eidechse.
Ich sitze in einem Raum, in einem Raum, der nicht der Raum ist in dem sie sich gerade befinden…
… Wie ein Vogel aus dem kostbaren Metall des Weltalls gesponnen… Wie Silberwein, der durch ein
Raumschiff schwebt. Hier wird Schwerkraft zum Unsinn! Und während ich lauschte, sah ich so liebliche Bilder… Die Frequenzen bewegen sich, die Klangmasse rückt vor und zieht sich wieder zurück. Der Raum wird von unsichtbaren Wesen in Unruhe versetzt. Ihre Bewegungen erzeugen Unterschiede. In unserem binauralen Hören, ein Druck von rechts, ein Zerren von links.
(frei kollagiert aus Clockwork Orange, Alvin Lucier und Francois Bayle)